Westweg – Etappe 2 – Vom Harkhof nach Hausach im Kinzigtal

Die Etappe 2 – Vom Harkhof nach Hausach im Kinzigtal

Gegen 6 Uhr gingen meine Glubschis auf. Frisch war es,.. Bei 7 °C und offenem Dachfenster 😀 . Dafür gab es einen perfekten Sonnenaufgang. Nebel im Tal, Sonnenschein bei uns auf der Höhe.

Erstmal frühstücken. Die Wirtin setzte mich mit dem jungen Mädchen von gestern Abend an einen Tisch. Sie hatte ich gestern kurz am Nachbartisch gesehen. Schnell kam man ins Gespräch. Dabei habe ich erfahren, dass sie schon drei Tagen unterwegs ist. Sie hatte leider mehrere Tage alleine im Regen und Nebel hinter sich.

Gegen 10:00 Uhr war ich dann endlich auch gerichtet 😉 3-Wetter-Taft und so.
Dick eingepackt, denn es waren nur 7°C.

Die Sonne durchbrach in dem Moment die Baumkronen, als ich auf den Kamm zugewandert bin. Ein interessantes Lichtspiel und eine tolle Stimmung. Die Spinnweben haben im Tau geglänzt überall hat der Boden gedampft.
Das heutige Ziel: Hausach.

Nach einem knappen Kilometer musste ich schon die viel zu warmen Klamotten ausziehen. Kurze Hose, kurzes Hemd hat gereicht (die ganze Woche!), denn durch das wandern in der Sonne ist einem schnell warm. Unterwegs trifft man ab und zu die anderen Wanderer, die auch am Harkhof übernachten haben. Etwa bei der Hälfte der Tour habe ich “die 3 Mädels” getroffen, mit denen ich mich kurze Zeit später bei Zitronentee & Kaffee an der Hohenlochen-Hütte nett unterhalten habe. Sie spielten am Abend Karten und ich durfte an dem Gewinn teilhaben – ein Kinder-Schoko-Bon. 😀 Sehr nett und das einzige Stückle Schokolade in einer Woche (normalerweise gibt’s bei mir täglich Schoki)!

Eine Dame war aus Karlsruhe, eine aus Freiburg und eine aus Berlin. Sie sind bereits 7 Tage unterwegs (Regen, Nebel,..Vollprogramm!) und machen jedes Jahr eine längere Wanderung – Tradition sozusagen.

Auf dem Hohenlochen kann man auch in einer Art “Weinfass” übernachten. An der Hütte hat man einen super Blick ins Kinzigtal und der freundliche Hüttenwirt hat uns die Berggipfel und unseren Weg für den Folgetag gezeigt (Hausach – Wilhelmshöhe). Hier konnte man bereits Feldberg, Belchen und sogar den Rosskopf bei Freiburg erkennen. Ganz weit weg,…. Gaaaaanz weit weg! Unerreichbar weit – so sieht es aus! Soviel Berggipfel dazwischen. Zu Fuß unmöglich.

Nach der Zitronentee-Schoko-Bon Stärkung ging es zum Gasthof Käppelehof. Bei Spätzle und ein Bierchen habe ich es mir schön im Sonnenschein gutgehen lassen. Am Käppelehof habe ich auch zum letzten Mal die Jungs mit dem “Butter-Mann vom Harkhof” getroffen.

Nun kam (so habe ich gedacht gedacht) nur noch ein kleiner Berg, doch der hatte es in sich. Der letzte Abschnitt ging über den Spitzfelsen, wo man das Wolftal gen Wolfach sowie das Kinzigtal gen Hausach / Haslach überblicken kann. Am Spitzfelsen haben die Gleitschirmspringer auch einen Startplatz. Und das sagt eigentlich schon alles, denn ab hier war es sehr mühsam, bergab über lose Steine in das Kinzigtal zu stackseln.

Endlich unten angekommen läuft man leider auf Asphalt eine Weile durch den Ort, bis man endlich das Portal erreicht. Der Stempel geht – Juhu :).

Später ging ich in Hausach auf den Marktplatz und habe in der Sonne gemütlich bei Kaffee und Kuchen in meinem Büchlein gelesen. Da es noch immer nicht dunkel war, habe ich noch am Kinzig-Ufer dem Wasser zugeschaut.

Am Abend im Hotel angekommen, saß das Mädel vom Frühstück am Tisch und hat gegessen. Sie ist aus Karlsruhe und Klarinettenbauerin. Hausach war ihre letzte Übernachtung. Am Tag darauf fuhr sie heim. Sie hatte leider nur eine Woche Urlaub und möchte den Westweg im nächsten Urlaub fertig machen.

Heute war die erste Möglichkeit, abzubrechen. Trotz schmerzen (die ich von Oberstaufen nun in beiden Sprunggelenken hatte) wollte ich weiter machen. Aufgeben war aktuell noch keine Option.

Der zweite Tag war schon etwas schwieriger. Mehrere Stunden alleine wandern. Ich habe mit Gute-Laune-Mukke vorgesorgt und DTK Lieder durch den Wald geträllert 😉 Was aber umso schöner ist, ist dass man beim Einkehren oder in den Pensionen super schnell mit anderen Leuten ins Gespräch kommt.

Morgen geht es von Hausach zur Wilhelmshöhe nach Schonach. Das soll mitunter die schwierigste Steigung und die erste Etappe über 24km für mich vom Westweg sein. Ich bin gespannt.

Route

Fotos

Paddy

Offenburger Naturfreund und IT’Ler.
Immer auf der Suche, etwas Neues zu bäschdle 😉

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