Nebelflucht aus Offenburg – Wanderung vom Mummelsee über das Seibelseckle, zum Wildsee, Ruhestein und zurück

Es war Sonntag und wie am Vortag bewölkt und neblig. Da nicht klar war, wie lange dass Wetter so bleibt, begab ich mich auf die Suche einer Alternativen. Nach einem kurzen Blick auf die Webcams sowie auf die Zug/Busfahrzeiten, entschied ich mich für eine neue Route an der Hornisgrinde. Das Ziel war der Wildsee, der etwas versteckt hinter dem Ruhestein liegt. Im Winter war ich mit Schneeschuhen oberhalb des Sees, doch da war der Trail nach unten zum See zum Wildschutz gesperrt.

Gegen 11 Uhr ging es dann auf die Grinde und von dort mit genügend Proviant zum Panorama-Vesperplatz am Wildsee.
Ein wunderbares Stückchen Natur und, wenn man auf der Ostseite um den Geißkopf geht, läuft man alleine.

Der Tourismus beginnt ab dem Wildsee. Die Kehrseite des Nationalparks und den Menschenmassen?
Die Leute lassen überall ihren Müll und Tempos liegen,.. oder … noch anderes.

Der Weg vom Ruhestein zur Darmstädter Hütte ist leider überlaufen (logisch – die einzige Hütte, die vom Ruhestein schnell erreichbar ist). Ab der Darmstädter Hütte kann man wieder auf Wege ausweichen, die von den meisten Touristen nicht genommen werden.

Wären da nicht die Raser mit ihren aufgemotzten Autos / Motorräder unterwegs, die dauernd die Ruhe stören…

Trotzdem, ein wunderbares Stückchen Schwarzwald. Zu empfehlen außerhalb des Wochenendes / Feiertags!
(Wird übrigens noch schlimmer dort oben, denn auf der Grinde wird noch eine Gasthütte gebaut)

 

 

Sonnenaufgang im Nebel auf dem Hohen Horn

Jetzt ist wieder die Zeit, wo man vor Outdoor-Aktivitäten Melkfett im Gesicht aufträgt, um der Kälte entgegen zu wirken. Ich freue mich auf den Winter… Die Schneeschuhe wollen wieder raus 😉

Heute Morgen ging es dann nochmal rauf auf den Hausberg.

Ich bin davon ausgegangen, dass es weniger Nebel als letztes Mal gibt, doch heute war der Nebel in zwei Ebenen über der Rheinebene. Erst am Boden eine Schicht, dann weiter oben eine weitere Schicht,..

Dafür gibt es andere Fotos, die auch ihren Reiz haben 🙂

Sonnenaufgangstour zum Hörnchen / Nebel im Rhein- & Kinzigtal

Da wir in letzter Zeit viel Nebel über den Tag haben, musste ich mal wieder den Sonnenaufgang darüber erleben.

Somit ging es am Mittwoch vor der Arbeit um 6.45 Uhr mit Kaffee und Kamera im Gepäck auf den “Berg” 🙂
Als Belohnung konnte ich einen schönen Sonnenaufgang mit einem frischen Kaffee mit ein bisschen Vogelgezwitscher genießen!

Erst gegen 15.30 konnte die Sonne in Offenburg den Nebel auflösen,..

 

 

Wanderung auf dem Lautenbacher Hexensteig im Renchtal

Der Lautenbacher Hexensteig wurde vor 3 Wochen offiziell eröffnet. Da am Eröffnungstag das Wetter schlecht war (sehr bewölkt und stürmisch) und ich eher der Genusswanderer bin und Menschenansammlungen vermeide, habe ich ihn letzte Woche am Freitag erwandert. 

Die Anbindung an die Bahn ist perfekt. Der Weg startet und endet am Bahnhof. Die Beschilderung mit einer Hexe ist auch meistens gut, an manchen Stellen fehlt sie jedoch (ich empfehle, die Route als GPX auf dem Handy mitzuführen). 

Zu Beginn wird erstmal Höhe gemacht. Man läuft auf der rechten Talseite stetig auf breiten Wegen bergauf (ca. 3km). Dann geht es flacher gen Sohlberg. Sobald man die Höhe erreicht hat, bekommt man mehrere Möglichkeiten, die Blicke zu genießen: Zum Beispiel in das Renchtal, zum Durbacher Schloss, nach Offenburg bzg. zum Brandeckkopfturm sowie zum Mooskopf. Man wandert nun mehrere Kilometer auf dem “Kamm” 😉 und kommt auch schließlich zu dem bekannten “Hexenhäusle”, das liebevoll aus Holz gebaut wurde. Der Platz um das Haus lädt zum Verweilen ein, denn Bänke sind auch vorhanden. 

Nun ging es bergab zur zweiten Gaststätte, dem Fiesenmichel und dann direkt in den Wald rein. Hier verliert man wieder schnell auf kleinen Trails die Höhe. Stöcke sind für den Abstieg empfohlen. 

Fast im Tal angekommen, bekommt man nochmal die Möglichkeit, beim Überqueren zweier “Hügel”, das wunderbare Panorama der Region zu genießen. Einen Schnapsbrunnen sowie eine Sitzgelegenheit findet man hier auch. 

An der Straße unten angekommen, quert man die Bahnlinie und geht die restlichen Meter dem Fluss “Rench” bis zum Bahnhof entgegen. 

Eine schöne Runde!

Besuch des Vogtsbauernhof in Gutach / Schwarzwaldbahn und Wanderung nach Hausach

Bei strahlendem Sonnenschein ging es am Donnerstag in das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach / Schwarzwald.

Eine Erinnerung an die Jugend? Hier waren vermutlich die Meisten aus dem Schwarzwald schon einmal. Ich dachte, ich schau da mal wieder durch 😉

Mit der Bahn ging es unkompliziert nach Gutach zum Bahnhof, der sich direkt vor dem Museum befindet. Als Zugfahrer bekommt man sogar eine kleine Vergünstigung des Eintrittspreises. Der Öko Bonus sozusagen 🙂

Im Freilichtsmuseumsgelände war nicht viel los. Man schlendert von Schwarzwaldhof zu Schwarzwaldhof. Alles ist schön hergerichtet, die Wege, Gärten und Tiergehege sind toll angelegt. Da hier nicht nur die Häuser sind, sondern überall Tiere vor und neben den Höfen leben, passt es super in die Schwarzwald-Idylle. Mein Highlight ist jedoch der Geruch der Häuser. Es duftet nach altem Holz, Rauch, Ruß und Feuer.

Wenn man bedenkt, dass die kleinen Höfe ca. 400 Bäume benötigt haben, und man dann sich vorstellt, wie schwer damals die Arbeit war (ohne “Vollernter”,..) ist das beachtlich. In den großen Höfen hat man im Obergeschoss (da, wo die Bauern mit den Heuwagen,… rein gefahren sind) das Gefühl, das Obergeschoss hört nicht auf. Hier kann man Fussball spielen 🙂

Nach dem Freilichtmuseum ging es nach Hausach über den Berg mit Besuch der Burg Husen (vor einem Jahr war ich bereits hier, beim queren des Schwarzwalds auf dem Westweg)

Wanderung zurück von Gutach nach Hausach mit Besuch der Burg Husen

Querweg Freiburg – Bodensee / Etappe #2 von Himmelreich nach Hinterzarten mit Abstecher in die Ravenna Schlucht

Am Samstag wollte ich nur auf den Markt, doch beim Frühstück habe ich die “Google Tante” gefragt, was es für Wanderungen in Freiburg und der Umgebung gibt. Beim Überfliegen der Ergebnisse mit dem Milchkaffee in der Hand, erschien ein Beitrag über den Querweg bei Outdooractive, der von Freiburg zum Bodensee führt. Mich hat die zweite Etappe als Tagestour sofort angesprochen, da sie an der Ravenna Schlucht vorbeiführt. Ich hatte schon mehrfach vor, mir das Bauwerk anzuschauen. Das passt doch,.. ? 🙂  

Und so musste ich etwas Hoppla-Hopp mein Outdoor Zeugs richteten. Der Zug fuhr um 11 Uhr von Offenburg nach Freiburg und von dort kurz nach 12 gen Himmelreich. Somit war das “Markt-Schlendern” am Samstag etwas kürzer als normal. 

Da der Start meiner Tour im Himmelreich begann, habe ich die Wanderung angepasst. Ich empfehle, es nicht genauso nachzuwandern. Es ging durch einen Hang mit vielen hohen Brombeersträucher,.. aber ich wollte nicht unten im Tal die ersten Kilometer mit Autogeräuschen wandern (Wie heißt es so schön? Kein Schmerz, kein Gewinn)  

Kurz nach dem Querfeldein-Stück ging es auf dem Frauensteigweg weiter auf breiten Wegen zum Pfaffeneck. Die Schutzhütte dort ist bis jetzt die Schönste, die ich je gesehen habe. Da kann man direkt einziehen 😉 Vollausgestattet mit Ofen, Bänken,.. perfekt! Hier und da hat einen tollen Ausblick ins Höllental oder ins Breitnautal. Nun wurde der Weg bis fast zum Ende ein Trail. Schön schlängelt sich der Querweg durch die Berge und hinter vielen Kurven verbirgt sich ein schöner Ausblick.  

Nach ca. 10km erreicht man die Posthalde, ein Felsvorsprung, ähnlich der Thomashütte am Kandel. An diesem Platz rastete ich und es gab Mittagessen und Kaffee mit einer Quarkbuchtel.  

Bis hier hin war es angenehm, kurz angezogen zu wandern. Beim Verweilen an dem Platz merkt man schnell, wie der Wind hier bissig durch das Tal pfeift. Es wurde schnell unangenehm und so wurde die Pause etwas abgekürzt 🙂 

Sobald ich wieder auf dem Trail und etwas durch den Wald geschützt wurde, wurde es wieder schön warm.  

Das nächste Ziel war die Ravenna Schlucht mit der tollen Eisenbahnbrücke. Ich wollte dies eigentlich als Rundweg begehen (vor der Schlucht rechts runter und dann die Schlucht bergauf wandern), doch auch hier hätte ich wieder nah an den Autos wandern müssen. So ging es also einmal bergab und später bergauf durch die Schlucht. Der Weg leitet einen neben der Ravenna nach unten. Man quert den Bach auf schönen Holzbrücken, wandert über steile Treppen immer tiefer, sieht Wasserfälle und kommt auf einmal unten raus. Vor mir erschien im Gegenlicht die Ravenna Brücke.  

Die Autos hat man immer wieder im Hintergrund gehört und es wurde mir erstmals bewusst, wie oft ich hier vorbeigefahren bin und nie bemerkte, wie toll gerade 20 Meter neben der Straße die Natur hier ist. Neben der Brücke kann man auf einen kleinen Hügel gehen und bekommt somit einen besseren Überblick über das Ausmaß der Brücke. Da diesen Sommer die Bahnlinie leider gesperrt ist, konnte ich leider kein Foto mit einem roten Schwarzwaldbähnle machen.  

Nach einer kurzen Pause und mit Blick auf die Uhr (Rückfahrt Bus in Hinterzarten) ging es wieder durch die Schlucht bergauf und dann rüber nach Hinterzarten. Schöne saftige Grashügel und hier und da waren auch noch Schwarzwaldkühe und ein paar Pferde auf den Wiesen. Gegen 17.30 habe ich dann Hinterzarten erreicht. Hier konnte ich im letzten Winter einige Schneeschuhwanderungen machen. Wie die Region nun grün aussieht – ich kenne Hinterzarten meistens Schneebedeckt. 🙂 

Zum Abschluss bin ich in Freiburg beim Sonnenuntergang noch auf den Schlossberg in den Biergarten. Gegen 19 Uhr schlenderte ich gemütlich zum Bahnhof. Beim queren der Innenstadt fiel auf, dass das Münster endlich ohne Gerüst ist. Wieviele Tier- und Menschenköpfe von dort auf einen herab schauen 😉 .

Da die Zeit es zugelassen hat, bin ich noch über die blaue Brücke und dann in den Zug. 

 Der Querweg wäre doch auch ein schönes Projekt,.. Freiburg – Bodensee in 7-10 Tagen. Hm….

 

 

Tag 9 in Pfronten – Zug/Radtour nach Schwangau – Wanderung auf den Tegelberg / Bergab Ahornreitweg und Besuch von Schloss Neuschwanstein

Dies ist der letzte Urlaubstag in Pfronten und auch ein weiteres Highlight – Das Schloss Neuschwanstein.

Mit dem Zug konnte von Pfronten bis zur Ulrichsbrücke fahren. Ab hier ging es mit dem Rädel zuerst nach Füssen. Vorbei an der Lech führt der Radweg nach Füssen, Schwangau und von dort bis zur Talstation des Tegelbergs.

Das war auch das heutige Ziel: Schloss Neuschwanstein. Es war nicht auf meiner Prioritätenliste, aber da das Wetter gut war, wollte ich das auch noch besichtigen. So ging es nach der Radeltour auf den Tegelberg. Es war ein steiler kurzer Anstieg. Neben einem sieht man immer wieder die Tegelbergbahn vorbei schweben und ab und zu bekommt man einen Blick zum Schloss Neuschwanstein oder zu dem Forggensee. Oben angekommen sieht man einen der Hotspots der Gleitschirm und Drachenflieger.

Es ging noch kurz bis fast auf den Gipfel und ab hier über den Ahornreitweg zurück. Der Weg war bis zur Hälfte wirklich schön und auch teils schwer zu gehen, doch dann kam eine nicht enden wollende Straße. Die hat die Laune verdorben. Zum Glück kam am Ende der Tour noch die Marienbrücke mit dem großartigen Blick auf Neuschwanstein. Ein tolles Bauwerk, das würde mir gefallen – also Sommerhäusle 😉

Von Neuschwanstein lief ich zurück zur Talstation des Tegelbergs und ab da ging es mit dem Rädle zurück nach Pfronten, weil ich den Zug nicht rechtzeitig erreicht habe, und nicht eine Stunde warten wollte.

 

 

Tag 8 in Pfronten – Hochseilgarten Kappel und Radtour nach Reutte zur Highline179

Ich war schon seit einigen Jahren nicht mehr in einem Kletterpark und so hat es sich angeboten, den im Nachbarort Kappel ansässigen Hochseilpark zu besuchen. Gegen 10 Uhr ging es für 1,5h in die Bäume. Es wird einem super erklärt wie man sich sichern und verhalten soll und da nichts los war, konnte ich auch ohne Stress ein paar Routen absolvieren. Ganz schön anstrengend für ungeübte, z.B. durch 10 Autoreifen, die je an einem Seil hängen, 10 Meter in den Bäumen vorwärts zu kommen 🙂

Ich wollte mich nicht verausgaben und es ging zurück, da ich nun eine Rad-Wandertour machen wollte. Nach dem Richten meiner Sachen ging es mit dem Radel zuerst durch das Vilstal. Bis Vils kannte ich den Weg und auf Empfehlung meiner Pension bin ich immer weiter an dem super ausgeschilderten Radelweg weiter gefahren. Man wird weit weg von der Straße durch Österreich geleitet und fährt unter anderem an einem Stück der Lech vorbei, das ursprünglicher kaum sein kann.

Der Weg führt dann weiter durch Österreich / Reutte zur Highline179, die sich an der Fernpassstraße 179 befindet.

Da ich mich auf den Radweg verlassen habe und dann als Ziel die Highline179 angegeben haben, wollte mich Google Maps trotz Fahrradauswahl auf die Fernpassstraße leiten. Das habe ich rechtzeitig bemerkt und ein nettes Mädel in Reutte hat mir einen Tipp gegeben, wie ich auch zu Fuß dort hin komme und so bin ich mit dem Radel relativ Nah an die Highline von “hinten” gefahren und habe den Rest zu Fuß gemacht. Dort führt ein schöner kurzer Rundweg auf die eine Seite des Tals bergauf, wo mann dann über die Highline179 die Straße queren kann. 407 m ist das Bauwerk lang und mulmig war mir schon. Das brauche ich nicht noch einmal, so ein Gefühl 😉

Auf der anderen Seite konnte man noch die alte Ruine anschauen und dann ging es wieder runter und zurück zum Radel. Der Heimweg verlief auf identischem Weg zurück. Viel Alternativen hat man an dieser Stelle nicht, doch da es so schön war, war das auch kein Thema.

Im Nachhinein muss ich sagen, war das Highlight des Ausflugs die schöne Radeltour und die tolle Landschaft. Die Highline hätte ich nicht benötigt.

 

Nacht 7 in Pfronten – Auf den Breitenberg im Mondschein – Sonnenaufgangswanderung

Ursprünglich dachte ich, ich bleibe nach der Pension noch ein paar Tage mit dem Backpack im Berg. Es wurde mir empfohlen, es nicht zu machen. Mein Gepäck war sowieso schon zu schwer (im Nachhinein habe ich bestimmt 60% Gepäck an warmen Klamotten nicht gebraucht, aber es hätte auch anders kommen können). Jedenfalls hatte ich meinen Dosenkocher und anderes Outdoor-Zeugs dabei. Unter anderem auch die Stirnlampe ;). Als ich mich für Pfronten zuhause vorbereitet habe, reifte die Idee, den Sonnenaufgang auf dem Berg zu erleben. Dies wollte ich bereits gestern Nacht erleben, doch ich hatte ausreden gefunden 😉 (Sonntags machen das sicher mehrere, Es ist sehr kalt und feucht,.. usw).

Heute Nacht gab es aber keine Ausrede. Um 3.30 Uhr vibrierte der Wecker. Es ging los. Fenster auf und es war wieder frisch und ein klarer Himmel. Gut eingepackt, Akkus, Speicherkarte,.. usw alles vorher gerichtet, ging es um 4.30 mit dem Rad runter durch das Dorf zur Talstation Breitenberg. Den Weg habe ich mir vorher zusammengebaut und auf das Handy / Uhr übertragen. Ich wollte nicht, wie vor einigen Tagen, durch die Klamm bergauf, sondern den direkten Weg wandern.

Als es von der Talstation los ging, wurde ich nach 2 Minuten von der Dunkelheit verschluckt. Stockdunkel war es. Der Himmel wunderbar klar und die Luft sehr rein. Die Sterne funkelten um die Wette. Völlige Ruhe!

Da ich den Berg und den Weg nicht kannte, war mir auch etwas mulmig. Ich merkte schnell, dass man bei Nacht sehr auf den Weg aufpassen muss. Ein unkonzentrierter Moment und man verpasst die Abzweigung. Ab und zu hörte ich ein Kuhgebimmel, doch sonst hörte man nur das Knirschen meiner Schuhe auf dem Weg. So ging es am Anfang auf dem Forstweg, später auf kleinen Trails bergauf. Kalt wurde mir nicht, denn es war anstrengend. Das ursprüngliche Ziel, den Aggenstein, habe ich mir offengelassen (ich war 1h vor Sonnenaufgang am Berg, hätte es also geschafft). Doch die Erinnerung an den beschwerlichen Aufstieg mit Steighilfen und Drahtseil alleine und nun bei feuchtem Stein und nassem Graß war mir nicht so geheuer. So bin ich gegen 5 Uhr oben auf dem Breitenberg angekommen und habe mir ein schönes Plätzchen gesucht. Es wurde langsam etwas heller. Nach einigen Minuten merkte ich, dass es ohne Bewegung doch recht schnell frisch wird. Nachdem ich einen Kaffee auf meinem Dosenkocher gemacht und die Klamotten gewechselt hatte, konnte ich das Schauspiel des Sonnenaufgangs genießen.

Wie sich die Farben ändern und wie schnell es dann doch geht, bis die Sonne über die Gipfel kommt.
Danach das tolle Licht… traumhaft.

So habe ich dann zwei Stunden hier oben verbracht und dann mein Zeug zusammengepackt. Es ging zur Bergstation, wo ich auf die erste Gondel um 9 Uhr bei Milchkaffee wartete. Als ich um 9.30 in der Pension angekommen bin, gab es Frühstück und dann ging es in’s Bett 😉

Schon lustig, wenn man die ersten Wanderer um kurz nach 9 Uhr an der Kasse der Talstation sieht, die frisch und unternehmenslustig auf den Berg fahren möchten, und du kommst gerade kaputt und müde an der Talstation an.