Tiefschnee an der Hornisgrinde – Schneeschuhwanderung von der Unterstmatt zum Hundsrücken – Hundsbach und um den Biberkessel über die Hornisgrinde zum Mummelsee

Heute ging es zu einer spontane Schneeschuhtour.
Der Tiefschnee mit angekündigter Sonne hat mich überzeugt und schwups war ich im Zug / Bus auf die Grinde.

Eckpunkte der Tour:
Unterstmatt – Hundsrücken – Viehläger – Hundsbach – Philippenkopf – Seibelseckle – Hornisgrinde – Katzenkopf (16km)

Bitte achtet bei euren geplanten Touren auf die Schneeverhältnisse. Ich habe die Schneetiefe unterschätzt und musste deshalb ca. 12km durch den Tiefschnee stapfen, was grenzwertig war.

Die Tour startete bei der Understmatt und führte nach Hundsbach. Zuerst habe ich mich sehr über den Tiefschnee gefreut, denn ich durfte als Erster meine Spuren durch den Schnee ziehen. Traumhaft blieb es, bis dann langsam die Kräfte nachließen. Am äußersten Punkt in Hundsbach angekommen, merkte ich, dass es eine heftige Tour wird. Die Wege waren meterhohe Schneefelder und nicht zu erkennen. Nur durch GPS wusste ich, wo ich laufen musste (z.B. nicht im zugeschneiten Bach).

Mein Wetterspürsinn hat wenigstens gestimmt, denn die strahlende Sonne, die den Schnee glitzern und funkeln ließ, hat meine Motivation deutlich gesteigert. Nach Hundsbach kam dann der letzte beschwerliche Aufstieg zum Seibelseckle.

Langsam, einen Schritt nach dem Anderen, ging es vorwärts. Das Einsinken bis zum Oberschenkel war sehr kräftezehrend.

Die Tour habe ich unterwegs wegen Sicherheitsbedenken mehrfach umgeplant und bin auf breiten Wegen geblieben (damit man mich wenigstens findet 😉 ). Handyempfang gab es natürlich auch nicht und somit gab es nur einen Ausweg – weiter laufen. Es war grenzwertig, aber ich hatte keine Wahl und musste über den Bergkamm, um zum Seibelseckle zu kommen.

Es folgte das Mittagessen – stehend im Tiefschnee. Das hatte ich bis dahin auch noch nicht erlebt.

Irgendwie habe ich es doch geschafft und dann auch zum Glück die Loipen gefunden, wo auch die Wege planiert waren.

Am Seibelseckle angekommen, konnte ich mich eine halbe Stunde erholen.

Nach dem Blick auf das Handy (Das Netz ist auch hier sehr schlecht gewesen) bemerkte ich, dass der Bus für die Heimfahrt erst zwei Stunden später fuhr. Deshalb habe ich mich entschlossen, über die Hornisgrinde und den Katzenkopf zum Mummelsee zu laufen. Interessanterweise war es dann auch nicht mehr so anstrengend.

Später im Bus war ich froh, dass alles gut gegangen ist.

In Erinnerung bleibt die beschwerliche Tour, vor allem aber der sagenhafte Tiefschnee.


Paddy

Offenburger Naturfreund und IT'Ler. Immer auf der Suche, etwas Neues zu bäschdle 😉

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